1970

Am 23. August 1970 gewinnt der Radfahrverein überraschend das örtliche Fußballturnier vor dem Musikverein und der Sängerrunde. Daneben wird mit 11Teilnehmern das Bezirksfest in Stegen besucht.

1971

Das Jahr 1971 bringt einen Wechsel in der Person des Ersten Vorstandes . Nach langjähriger Tätigkeit als Erster Vorstand kandidiert Karl Allgeier aus Alters- und Krankheitsgründen nicht mehr   und   wird   einstimmig   zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zum neuen Ersten Vorstand  wird einstimmig Konrad Kern gewählt, er wird das Amt die nächsten 10 Jahre innehaben.

Abschied nehmen heißt es auch von der kleinen und intimen Theaterbühne im Ladhofsaal, wo in den vergangenen Jahrzehnten so manches Drama gespielt wurde. Zukünftig finden die Weihnachtsfeiern in der neu gebauten Steinberghalle statt.

1972

Ganz  im  Zeichen  des  60-jährigen Jubiläums steht das Jahr 1972. Dieses wird vom 03. bis 05. Juni im aufgestellten Festzelt am Bergleweg mit Festbankett, Radrennen, Korsoumzug, und Kinderfest gebührend gefeiert. Die Bezirksmeisterschaft im Radrennen gewinnt Friedhelm Weiz  vor  Adelbert Kromer, der   im  Zielsprint mit einem Auto kollidiert und sich  zum Glück unverletzt   im   Straßengraben   wieder findet. Mit 28   Vereinen und 776 Teilnehmern bewegt sich am Sonntagnachmittag der größte Festumzug durchs Tal den Prechtal je gesehen hat.

Aber es gibt in diesem Jahr noch eine Neuigkeit zu vermelden. Die Gemeinde hatte beschlossen, eine „Turn- und Festhalle" zu bauen. Die „Steinberghalle" wie man sie späteren nennen sollte wird in diesem Jahr in Betrieb  genommen. Am  09. September  findet  dort  der  erste  erfolgreiche Tanzabend  mit  dem  „Quintett Ramona" statt. Der Radfahrverein hat eine neue Einnahmequelle gefunden.

Und er hat erstmals die Möglichkeit Hallenradsport zu betreiben. Am 27. September wird in der Steinberghalle das erste Radballtraining unter Leitung von Hans Schnell abgehalten, seither betreibt die Concordia diese Sportart. Auch mit dem Kunstradfahren wird wenige Wochen später noch begonnen, hier hat sich der Pensionär Gustav Volk bereit erklärt die Leitung zu übernehmen obwohl er über keinerlei Fachkenntnisse verfügt. Seine ersten Versuche als Trainer im Kunstradfahren macht Gottfried Kern

1973

Am 18. März 1973 wird in der Steinberghalle erstmals ein Radballturnier ausgetragen. Es geht um die Vorrunde zur Südbadischen Jugendmeisterschaft, und es ist gleichzeitig der erste  Auftritt  einer Prechtäler Radballmannschaft. Klaus Holzer und Edwin Wernet scheiden nach deftigen Niederlagen gegen Kollnau, Lörrach, Neuenburg und Offenburg bereits in der Gruppenrunde aus, was allerdings nicht anders zu erwarten war. 

Erfolgreich und gut besucht sind wiederum die beiden Tanzabende mit dem „Quintett Ramona"

1974

Für 1974 kann man bereits zwei Jugendmannschaften         für        die Verbandsrunde melden. Klaus Holzer spielt jetzt mit Wolfgang Stimpfle, und Edwin Wernet mit Dieter Fuchs. Beide Teams scheiden in der Vorrunde der südbadischen Meisterschaft aus, können aber die ersten Prechtäler Radballsiege vermelden. Das „Opfer" ist die zweite Mannschaft von Offenburg.

Auch unser junges Kunstradteam hat Premiere, zunächst bei der „Aktion Kindergarten", später beim 10- jährigen Jubiläum des FC Prechtal. Christine Fuchs, Christiane Lang, Angelika Wernet, und Michael Latzel traten erstmals vor Publikum auf.

Erstmals trifft man sich am 1. Mai zu einer Familienwanderung auf die „Biereck". Höhepunkt ist aber das Lagerfeuer mit „Würstlegrillen" auf der „Funi".Als Wanderführer fungiert von Beginn an bis ins Jubiläumsjahr mit großer Freude Erwin Burger.

Tanzabende sind jetzt beliebt in Prechtal,gleich viermal lädt die Concordia dazu ein, neben den „Ramonas" hat unser Organisator Franz Schätzle auch mit den „Morenas" wieder ein glückliches Händchen bewiesen.

1975

Am 1. Januar 1975 tritt in Baden-Württemberg die beschlossene Gemeindereform in Kraft, Prechtal verliert wie viele andere Orte im Elztal seine Selbständigkeit und wird Teil der neuen Stadt Elzach.

Einen ersten Medaillenrang gibt es für unsere Radballspieler. Klaus Holzer und Dieter Fuchs werden Dritte bei der Südbadischen Juniorenmeisterschaft, was gleichzeitig die Teilnahme an der Süddeutschen Meisterschaft in Mindelheim bedeutet. Dort bezieht unser Team ordentlich Prügel und wird Letzter.

Die Erste Kunstradveranstaltung in Prechtal ist eine „Bezirks-Vergleichsrunde" mit sechs Startern pro Verein. Die Concordia geht mit Andreas Lang,Christa Weigert, Brunhilde Herr, Christine Fuchs, Angelika Wernet, und Christiane Lang ins Rennen und wird Letzter.

Erfreuliches wird vom Korso gemeldet. Zwei Tüftler haben eine Mühle und einen Bauernhof gebastelt jetzt fährt die Concordia im Gruppenkorso mit. Bei der Premiere in Langhurst sind stolze 43 Teilnehmer dabei,soviel wie seit 10 Jahren nicht mehr.

1976

Der Verein kann nun schon drei Radballmannschaften ins Rennen schicken, nämlich zwei Schülerteams und eine Landesligamannschaft.

Zu den vier Durchgängen zur Bezirksmeisterschaft im Kunstradfahren schickt die Concordia mit Joachim Maier, Thomas Stiefvater, Josef Joos, Andreas Lang und Martin Dufner ausschließlich männliche Fahrer ins Rennen, eine einmalige Besonderheit die sich nie mehr wiederholen sollte.

1977

Herbert Becherer und Reinhard Dufner werden Zweite bei der Südbadischen Jugendmeisterschaft. Damit können die Beiden an der „Süddeutschen" in Singen teilnehmen.Es wird wieder einmal eine Lehrstunde, ohne Punktgewinn und mit einer Tordifferenz von 2:76 tritt man die Heimreise an. Höchste Niederlage war ein 0:16 gegen Nellingen.Aller Anfang ist halt schwer.

1978

Die Frühjahrstagung 1978 des Bezirks Freiburg findet in der Steinberghalle in Prechtal statt und wird von 30 Vereinen besucht.

Eine Wachablösung gibt es in den Trainerfunktionen. Klaus Holzer und Gottfried Kern folgen auf die bisherigen Übungsleiter Hans Schnell und Gustav Volk.

Erstmals nehmen sechs Radballmannschaften am Spielbetrieb teil, man diskutiert über einen notwendigen zweiten Trainingsabend. Eine neue Generation vermeldet auch das Kunstradfahren. In der Reihenfolge Annemarie Herr, Regina Sehmieder, Rosemarie Dufner und Bettina Schätzle werden bei der Bezirksmeisterschaft die Plätze 10 bis 13 belegt.

1979

Die Concordia kommt ins Fernsehen. Viel Aufwand sind nötig für 10 Minuten Sendezeit. Gebhard Plangger vom Südwestfunk ist mit seinem Kamerateam zweimal in Prechtal und macht Aufnahmen für „Sport unter der Lupe" einer beliebten Sendung im Dritten Programm.

Die Süddeutsche Radballmeisterschaft der Jugend- und Schülerklasse wird in Prechtal ausgetragen. Die zweitägige Veranstaltung ist die erste große organisatorische Herausforderung der man sich stellt. Mit dabei sind Bernd und Herbert Becherer von der Concordia, sowie die beiden Lauterbacher Brüder Jürgen und Werner King.Während die späteren mehrfachen Weltmeister aus Lauterbach immerhin Vizemeister werden, bleibt für uns einmal mehr der letzte Platz übrig.