1960

Obwohl sich die Vereinstätigkeit auf 2 Korsofeste, je einen Kappenabend, Hammeltanz, Vereinsausflug und die traditionelle Weihnachtsfeier beschränkt, kann erstmals die Mitgliederzahl auf über Einhundert gesteigert werden.

1961 

Bei einer gemeinsamen Vorstandsitzung von Radfahrverein Concordia und Musikverein am 19. April 1961 einem Sonntagnachmittag, werden aufgekommene Differenzen bezüglich gegenseitiger Ansprüche aus früheren gemeinsamen Zeiten endgültig beigelegt. Man kam überein, gegenseitig keinerlei Ansprüche mehr geltend zu machen und zukünftig "gut und rücksichtsvoll" zusammen zu arbeiten.

1962

Das Vorhaben einer guten Zusammenarbeit wird bereits 1962 in die Tat umgesetzt. Das 40-jährige Jubiläum der Musik, sowie das 50- jährige Bestehen des Radfahrvereins wird gemeinsam vorbereitet. An zwei nachfolgenden Maiwochenenden sollen diese Feierlichkeiten gebührend begangen werden. Erst war der Musikverein an der Reihe, danach wird im Festzelt an der Reichenbacher Straße das Jubiläum der Concordia gefeiert. Mit einem Festbankett am Samstagabend, der Bezirksmeisterschaft der Rennfahrer auf dem bewährten Kurs mit über 50 Teilnehmern am frühen Sonntagmargen, einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche, dem Korsoumzug von 24 teilnehmenden Vereinen am Sonntagnachmittag, und einem zünftigen Kinderfest am Montag, fürwahr ein reichhaltiges Programm.

Einen neuen Banner hat sich der Verein auch angeschafft, der bisherige  zeigt nach Vierzig Jahren starke Abnutzungserscheinungen. Die feierliche Weihe desselben wird beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche von Stadtpfarrer Hauck vorgenommen. Zum Besuch des Festgottesdienstes sind Musik und Radfahrverein gemeinsam durchs Städtli marschiert.

1963

Die Teilnahme an fünf Korsofesten, der Hammeltanz beim Vereinslokal „Zur Linde", die wiederum sehr gut besuchten beiden Theateraufführungen  im „Ladhof", sowie die Weihnachtsfeier werden für dieses Jahr vermeldet.

1964

Achthundert Jahre gemeinsame Geschichte haben nicht ausgereicht um aufgebrochene Gräben zu überbrücken. Zum 1. Januar 1964 wird die Gemeinde Prechtal geteilt. Der bisherige Ortsteil Oberprechtal wird selbständige Gemeinde. Der bisherige Ortsteil Unterprechtal nennt sich jetzt Gemeinde Prechtal. Die Vereine reagieren entsprechend. Aus dem Radfahrverein Concordia Unterprechtal wird der Radfahrverein Concordia Prechtal.

1965

Die Aktivitäten sind bald aufgezählt, ein total verregnetes Gartenfest beim „Cafe Richebächli", die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession in Elzach mit beachtlichen 41 Mitgliedern und die Weihnachtsfeier.

Verstorben ist das Ehrenmitglied Hermann Spöttl. Der Elzacher Steinhauermeister war ein echtes Original. Den Wahrheitsgehalt seiner oftmals erzählten Anekdoten, in jungen Jahren einer der ersten deutschen Radprofis gewesen zu sein, oder nach einer verlorenen Wette „in einer hellen Vollmondnacht mal eine Runde mit dem Rennrad auf der Friedhofsmauer gedreht zu haben" konnte und wollte niemand überprüfen. zugetraut allerdings hätte man ihm das schon, und ein erfolgreicher  Radrennenfahrer ist Hermann Spöttl in seiner Jugendzeit tatsächlich gewesen.

1966

Die Berichterstattung beschränkt sich auf die Beteiligung am Bezirksfest in Stegen, einem „Gartenfest" beim „Cafe Richebächli" und der Weihnachtsfeier im „Ladhof" wie immer mit der Musikkapelle und einem Theaterstück.

1967

Der 60. Geburtstag vom Ersten Vorstand Karl Allgeier wurde in der „Pelzmühle" zusammen mit der Musik gebührend gefeiert. Der „Spicherkarli" ist halt noch immer begeisterter Musiker und dort schon seit langen Jahren Zweiter Vorstand. Beim Gartenfest auf dem Parkplatz vom „Cafe Richebächli" spielt das „HBZ-Trio" (Herne-Bachere-Zinken) zum Tanz auf. Und die Theatergruppe unter Leitung von Peter Gaber läuft zweimal zur Hochform auf,  das  volkstümliche Drama in drei Akten „Der Satan vom Brandnerhof" wird vom Publikum begeistert aufgenommen.

1968

Der Vorstand beschließt „Silberne Ehrennadeln" anzuschaffen, Aktive Mitglieder erhalten sie nach  10 Jahren, passive nach 15 Jahren Mitgliedschaft.

1969

Das  Gartenfest,  wieder  beim „Cafe  Richebächli"  abgehalten, gilt gleichzeitig als  Bezirkswanderfahrt . Ehrenvorstand  Hermann  Uhl  stiftet  für  den  Verein  mit  den  meisten  teilnehmenden  Frauen  einen selbstgeräucherten Schinken. Dieser ging nach Unteribental, Kollnau nimmt dafür den berüchtigten Schnaps des Vorstandes für den Verein mit den meisten Männern mit.

Wieder  Beifallsstürme  für  das  Theaterstück  „Das  Köhlerkind vom  Wildbachgrund"  gibt  es  bei  den Aufführungen am 14. und 28. Dezember. Um nochmals auf den vorgenannten Schnaps zurück zu kommen, jedes  Jahr  einmal  kam  Karl Allgeier  mit  einer  vollen  Literflasche  seines  „Selbstgebrannten"  in  die Theaterprobe. Da er aber die leere Flasche noch am selben Abend wieder mitnehmen,den Schnaps aber keiner trinken wollte, wurde dieser regelmäßig mittels bühnenreifer Ablenkungsmanöver über den nächstgelegenen Blumenkübel entsorgt.