1945

Im Mai 1945 kapituliert die Deutsche Wehrmacht und der Krieg, welcher mindestens Fünfzig Millionen Menschen das Leben gekostet hat ist endlich zu Ende. Es dauert aber noch über ein Jahr bis zur Wiedergründung des Vereins.

1946

Diese Wiedergründung ist nur der unermüdlichen Arbeit von Karl Allgeier, Richard Thoma und Alois Schill zu verdanken. Deutschland ist in vier Besatzungszonen eingeteilt, in Südbaden haben die Franzosen das Sagen. Erst nach langwierigen Verhandlungen mit der französischen Militärverwaltung in Emmendingen erhält man die Genehmigung zur Abhaltung einer Gründungsversammlung . Diese wird in französischer Sprache erteilt und gilt vorerst nur für die Musikabteilung. Die Versammlung findet am 24. November 1946 statt, 25 Mitglieder nehmen teil, man beschließt einstimmig, den „Radfahrer- und Musikverein Unterprechtal" wiederzugründen. Zum Ersten Vorstand wird Karl Allgeier gewählt. Dem Verein werden allerdings nur kulturelle Betätigungen erlaubt, sportliche Aktivitäten sind in der französischen Besatzungszone zu dieser Zeit noch verboten. Außerdem  verweigert  die  französische  Militärverwaltung  nach  wie  vor  vehement  jegliche  Verbindung zwischen  Musik  und  Radsport  in einem Verein.

1947

Bereits 1947 nimmt der Verein mit seiner Musikkapelle wieder an der Fronleichnamsprozession in Elzach teil und hält am „Stephanstag" seine traditionelle Weihnachtsfeier im vollbesetzten Ladhofsaal ab.

1948

Höhepunkt des Vereinsjahres ist einmal mehr die Weihnachtsfeier, erstmals wieder mit einer vereinseigenen Theatergruppe welche  zwei  kurze Stücke aufführt. Neben  der  Musikkapelle  bereichert auch der damals      bestehende Damenchor von  Unterprechtal mit einigen Liedern das Programm.

1949

Erstmals  wird   von   einigen Mitgliedern versucht, auch den Radsport wieder zu beleben Es erscheint  aber aussichtslos, dies wie vor dem Krieg in einem gemeinsamen Verein zu tun. Zum Einen hat sich die Musik in den vergangenen drei Jahren verselbständigt und ihre künftige Selbständigkeit bereits in einer eigenen Versammlung kundgetan, und zum Anderen besteht immer noch die Weigerung der französischen Militärverwaltung einen Doppelverein zuzulassen.

So findet am 17. Oktober 1949 eine Versammlung statt, auf welcher die endgültige Trennung von Musik und Radsport beschlossen wird. Zwölf Mitglieder welche zukünftig den Radsport fördern wollen waren anwesend.  Zum  Ersten  Vorstand wird Hermann Uhl gewählt. Auch nach der offiziellen Trennung behalten Musikverein und Radfahrverein ein freundschaftliches Verhältnis bei.